Wählergemeinschaft | Stadt Nienburg

Infrastruktur

Eines der Ziele der Wählergemeinschaft besteht darin, sich für eine nachhaltige Optimierung der Verkehrsinfrastruktur für die Bewohner Nienburgs einzusetzen:

  • Zur Optimierung der Infrastruktur gehört für die Wählergemeinschaft aber auch weiterhin die Verbesserung und verstärkte Sichtbarmachung des Fahrradverkehrs in Nienburg. Bereits im Jahr 2012 hat die WG gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Überarbeitung des Radwegekonzepts per Ratsantrag auf den Weg gebracht. Dieses Radwegekonzept ist eine gute Grundlage für die Verbesserung des Radwegenetzes und muss jetzt aber auch konkret umgesetzt werden. Hierzu bedarf es neben den finanziellen Mitteln aber auch dem politischen Willen innerhalb der Stadt.
  • Verbesserung der Nutzung des Südringes zur Entlastung des innerstädtischen Verkehres. Der Südring wird immer noch nicht ausreichend genutzt. Ein nicht unerheblicher Teil der Durchgangsverkehr aus Hannover oder Leese kommend, nutzt - trotz Durchfahrtsverbotes - immer noch die Strecken durch die Stadt. Hier gilt es die Durchfahrtsverbote für Schwerlastverkehr durchzusetzen um die innerstädtischen Straßen zu entlasten.
  • Eine weitere Entlastung wird für die Celler Straße und die Verdener Landstraße benötigt, dort ist zwar mit der B215n eine Umgehung geplant, der Bau und somit eine mögliche Entlastung für die anwohnenden Menschen, wird aber noch einige Jahre dauern. Hier muss weiterhin gehandelt werden, z.B. durch Verbesserung der Radwegesituation und weitere Optimierung des Bussystems. Es müssen ausreichend Anreize für die eigenen BürgerInnen geschaffen werden, dass Auto auch stehen zu lassen.
  • Bei der geplanten Umgehung B215n ist zum Schutz unserer BürgerInnen der optimale Lärmschutz umzusetzen.

Eine jetzt unterlassene Unterhaltung/Instandsetzung von Straßen und Wegen bedeutet für WG Nienburg eine unzulässige Belastung für die nachfolgenden Generationen! Die durch die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und die dafür erhöhte Grundsteuer erhaltenen Mittel müssen dringend auch in die Straßen investiert werden. Dauerhafter Erhalt und Umbau des Freibades Holtorf als weiteres Schwimm- und Freizeit-Bad im Stadtgebiet.

Innenstadt

Die Stadt Nienburg war in den letzten Jahren gefangen in einer Diskussion um Einzelprojekte, dies muss ein Ende haben! Wie alle anderen Vertreterinnen und Vertreter im Rat setzt sich die WG weiterhin für den Erhalt des Posthofes ein. Zudem muss immer noch ein machbares und finanzierbares Nutzungskonzept des Posthofes gefunden werden.

Die Diskussion um das Stadtarchiv muss dringend beendet werden. Z.Zt. ist nur der Gebäudeeigentümer am derzeitigen Standort der Nutznießer der ewigen Diskussionen um den Standort. Es gilt eine wirtschaftliche und allen Nutzergruppen gerecht werdende Lösung zu finden. Die Bibliothek soll durch Beschluss des Stadtrates aus dem Posthof in die Lange Straße verlegt werden. Dies muss möglichst zeitnah erfolgen um eine Nachnutzung des denkmalgeschützten Posthofes noch gefördert zu bekommen.

Leerstehende Geschäfte in der Nienburger Innenstadt sorgen immer wieder für Diskussionsstoff. Leerstände über längere Zeiträume senken die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone. Die Aufenthaltsqualität ist aber auch abhängig von z.B. der Größe und der Ausstattung der Fußgängerzone und diversen anderen Einflüssen.

Bereits seit 2012 setzt sich die Wählergemeinschaft Nienburg mit dieser Problematik auseinander. Hierzu wurde auf Wunsch des damaligen Vorsitzenden vom Ausschuss für Wirtschaft und Marketing von der WG als einziger Fraktion eine Ideenskizze erarbeitet und eingebracht. In diesem Vorschlag wurden Ideen für die Erhöhung der Attraktivität der Langen Straße und der näheren Umgebung formuliert.

Mobilität

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) muss optimiert werden:

  • Durch verlängerte Einsatzzeiten des Stadtbusses sollte es ermöglicht werden, dass man Theater oder Kino besuchen bzw. abendliche Verabredungen in der Stadt wahrnehmen kann, ohne das Auto benutzen zu müssen. Damit auch Bürgerinnen und Bürger, die das Auto nicht nutzen wollen oder können, die Innenstadt am Abend erreichen.
  • Die Preisgestaltung des Nienburger ÖPNV ist gut, bereits jetzt kostet die Jahreskarte nur wenig über dem symbolischen Preis von einem Euro pro Tag. Durch verlängerte Einsatzzeiten könnten auch die Mitarbeitenden der Geschäfte nach Ladenschluss mit dem Bus preiswert nach Hause fahren. Dies gilt auch für die Mitarbeiter der Nienburger Verwaltungen, hier halten wir die stärkere Bewerbung des Firmentickets zur besseren Auslastung des ÖPNV und Entlastung der Innenstadt für ein geeignetes Mittel.
  • Durch eine verstärkte Nutzung des Bussystems wird auch eine Erweiterung des Streckennetzes möglich.

Die vorhandenen Radwege müssen ständig verbessert werden. Die Mittel für Radwegeneubau und -instandhaltung dürfen nicht wieder eingekürzt werden. Nur durch die vorgenannten Schritte können wir mehr Bürgerinnen und Bürger zum Fahrradfahren animieren. Alternativ ist zu prüfen, in welchem Umfang sich die Stadt an Carsharing beteiligen oder ein Rufbus eingerichtet werden kann. Transportwege müssen verkürzt werden. Industriegebiete müssen dazu auf kurzem Weg an Infrastrukturnetze (Wasserstraßen, Bahnlinien und Fernstraßen) angeschlossen werden.

Umwelt

Die Wärmedämmung von Gebäuden sowie deren technische Ausrüstung gilt es schneller zu verbessern um die Klimaziele zu erreichen. Die Stadt Nienburg muss ihre öffentlichen Gebäude optimieren und als Vorreiter vorangehen. Wir fordern alternative Antriebe für Fahrzeuge der Stadt Nienburg. Zum Beispiel Elektroantrieb und Wasserstoff.

Der Masterplan Klimaschutz muss hinsichtlich eines modernen Verkehrskonzeptes und der Gestaltung der Baugebiete endlich konkret umgesetzt werden, um die Klimaschutzziele bis 2030 erreichen zu können.  Wir stehen auch weiter zu unserem Antrag aus 2019, der ein Verbot von Schottergärten künftigen Baugebieten und bei Umgestaltungen in Nienburg fordert. Zur Energieeffizienz gehört auch, Transportwege zu verkürzen, Industriegebiete müssen dazu auf kurzem Weg an Infrastrukturnetze (Wasserstraßen, Bahnlinien und Fernstraßen) angeschlossen werden.

Wo es möglich ist, muss die Nutzung von Abwärme vorangetrieben und die Energie in ein Nahwärmenetz eingespeist werden. In einem weiteren Schritt haben die Stadtwerke Nienburg damit begonnen ein Nahwärmenetz in der Lehmwandlung zu planen und umzusetzen. Bereits erfolgreich umgesetzt ist das Blockheizkraftwerk (BHKW) im bisherigen Heizungsraum des Freibades am Dobben, das acht zum Teil größere Objekte in Holtorf und Erichshagen-Wölpe mit Nahwärme versorgt. Der wichtigste Bestandteil des Nahwärmenetzes ist die sommerliche Wärmeabnahme durch das Freibad in Holtorf. Dies ermöglicht erst den wirklich wirtschaftlichen Betrieb des Netzes für die Stadtwerke Nienburg.

Wir begrüßen den Betrieb dieses Nahwärmenetzes sehr, da es durch die Einsparung von rd. 150t CO² das städtische CO²-Minderungskonzept voranbringt, und den Erhalt des Holtorfer Freibades mittelfristig sichert. Dieses Projekt gilt es weiter zu unterstützen und nach Möglichkeit auszubauen. Hier ist noch sehr viel Gedankenspielraum offen - z.B. hinsichtlich weiterer Nutzungsmöglichkeiten durch Privathaushalte oder andere Gebäude.

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